Ausblick zum Projekt “mediMESH - clinical insights”


Projektleiter
Projektmanager

Organisation:
Forschungscampus STIMULATE
Veröffentlichungsdatum:
13. Januar 2021

Der Artikel erklärt die Gründungshintergründe, Vorteile und Ziele der mediMESH-Plattform des Forschungcampus STIMULATE.



Projekt
mediMESH
Projektleiter
Enrico Panicke
Projekstart:
September 2020
Abschluss:
März 2021
Website

bald verfügbar


Das Projekt

Bei “mediMESH -  clinical insights” handelt es sich um eine Ausgründung des Forschungscampus STIMULATE, welche medizintechnischen Herstellern durch eine digitale Vermittlung des klinischen Umfelds eine nutzerangewandte sowie effektive Produktentwicklung ermöglicht.

Seit September 2020 wird intensiv am Servicedesign sowie dem Businessplan des Startups gearbeitet, mit dem Ziel das Projekt Ende Mai 2021 beim BMFB einzureichen. Unabhängig der Förderung, soll das Projekt im Anschluss weitergeführt und mediMESH ausgegründet werden.


Hintergrund

Am 25. Mai 2017 ist die Verordnung (EU) 2017/745 über Medizinprodukte in Kraft getreten, auch Medical Device Regulation (MDR) genannt. Diese ist ab dem 26. Mai 2021 anzuwenden und verpflichtet Medizintechnikunternehmen dazu, im Produktentwicklungsprozess nutzerangewandte Evaluationen durchzuführen, womit es der Kommunikation mit dem klinischen Anwender bedarf. Somit soll die Leistung und Sicherheit von Medizintechnikprodukten europaweit verbessert und die Entwicklungsverfahren vereinheitlicht werden.

mediMESH soll genau hier Ansetzen und Medizintechnikunternehmen darin unterstützen, die neuen Verordnungen schnell und effektiv in ihre Produktentwicklungszyklen zu integrieren, indem 2 ineinandergreifende Leistungen aus eigener Hand angeboten werden sollen. Zusätzlich werden Kunden an Kooperationspartner vermittelt, sodass der gesamte Produktentwicklungszyklus begleitet wird.


Leistungen

Die erste Komponente unterstützt in der frühzeitigen Findungs- und Konzeptionsphase, indem eine digitale Bibliothek an Hospitationen zur Verfügung gestellt wird. Sind die ersten Einstiegshürden überwunden, können Entwickler über die Plattform direkten Kontakt zu klinischem Fachpersonal aufnehmen. So kann von Anfang an ein Austausch von Ideen und Feedback stattfinden, wodurch schneller erste Produktentwürfe generiert sowie spätere Iterationen vermieden werden können.

Bei der zweiten Komponente unterstützt mediMESH die Unternehmen bei der Evaluierung und Weiterentwicklung von Prototypen. Die Planung der Anwendungserprobung, Kontakt zu Personal als auch der Zugriff auf die benötigten medizinischen Geräte oder Räumlichkeiten auf dem STIMULATE Forschungscampus nehmen dem Kunden die Hürden bei der Anwendungsanalyse.

Durch ein starkes Kooperationsgeflecht kann mediMESH seine Kunden auch im weiteren Entwicklungsprozess zentral an Dienstleister vermitteln. Unter anderem sind klinische Tests durch Tierstudien, ein tiefgreifendes Usability Engineering sowie eine Unterstützung bei der Post-Market-Surveillance im Angebot der Plattform wiederzufinden.


Ausblick

Momentan arbeitet das Team hinter mediMESH, bestehend aus Julian Rudat, Enrico Pannicke, Jasmin Lother und Bennet Hensen an der Ausarbeitung der verschiedenen Services sowie der Planung zur Ausgründung des Unterfangens. Dazu werden bereits jetzt schon die alternativen Arbeitsweisen eines Start-Ups gelebt: Mit Design Thinking Workshops, einer Experten-orientierten Teamaufteilung sowie stetigem Feedback von Partnern und potentiellen Kunden legt das Team die Grundsteine der Unternehmung. .

Hierbei werden abermals die Vorteile des starken STIMULATE-Netzwerks ersichtlich, welches einen perfekten Nährboden für Innovation darstellt.

Zusätzlich zum bestehenden Netzwerk werden momentan weitere Partner akquiriert, welche in Zukunft die Angebote von mediMESH komplettieren und das Vorhaben in einen One-Stop-Shop wandeln sollen.


Der STIMULATE-Verein bedankt sich bei Julian Rudat für das aufschlussreiche Interview.