Studierende im Fokus: Joris Hubmann


Master Medical Systems Engineering

Organisation:
OVGU Magdeburg

Veröffentlichungsdatum:
13. Januar 2021

Joris berichtet von seiner Masterarbeit, bei der sich am Forschungscampus mit Medizintechnik im Bereich der Irreversiblen Elektroporation (IRE) beschäftigt.



Betreuer
Enrico Panicke & Thomas Gerlach
Projekstart:
Oktober 2020
Abschluss:
März 2021
Kontakt:
LinkedIn

Background

Joris hat seinen Bachelor in Medizintechnik an der HAW abgeschlossen und wollte sich intensiver mit der MR-Bildgebung beschäftigen, was einer der Hauptgründe für die Wahl des Studienstandorts Magdeburg darstellte. Im Master Medical Systems Engineering finalisiert Joris gerade seine Masterarbeit, bei der er ein Gerät zur irreversiblen Elektroporation entwickelt, das in der MR-Umgebung genutzt werden kann. Er wird von Enrico Panicke und Thomas Gerlach betreut.


Masterarbeit

Ursprünglich begann die Masterarbeit als Forschungsprojekt im Oktober 2019, jedoch stellte sich schnell heraus, dass der Umfang den Projektrahmen sprengte, so dass Joris zunächst nur benötigte Komponenten bestellte. Die eigentliche Entwicklung setzte er ein Jahr später - nun als Masterarbeit - fort.

Die irreversiblen Elektroporation (kurz IRE) ist eine Methode der Tumorablation, bei der durch das Zuführen von Starkstrom die Tumorzellen abgetötet werden sollen. Im Vergleich zu anderen Methoden, wie z.B. der Chemotherapie, ist die IRE präziser und erhitzt das Gewebe nicht, wodurch sich Forscher weniger Nebenwirkungen versprechen. Momentan befindet sich die Methode noch in der experimentellen Phase und wird noch nicht im Klinikalltag verwendet.

Ein großes Hindernis ist die Lokalisierung der Elektroden, für die eine hohe Präzision benötigt wird. Genau hier setzt Joris' Masterarbeit an, da durch die Verwendung von MR-Bildgebung die präzise Lokalisierung extrem vereinfacht wird.

Für das Gerät entwickelt und baut er unter anderem Platinen mit Hilfe einer Laserstrukturierungsanlage, für sein Projekt wurden aber auch andere Maschinen, die in den Werkstätten des Forschungscampus STIMULATE zu finden sind, genutzt. Darunter sind neben einer Fräse für das Bearbeiten des Gehäuses, unter anderem auch 3D-Drucker und Lasercutter, die es Joris ermöglichen die Hardware innerhalb kürzester Zeit zu fertigen, zu evaluieren und ggf. Optimierungen vorzunehmen. Die Masterarbeit wird voraussichtlich Ende März 2021 abgeschlossen sein.